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Katar: Größtes Sportevent 2022, einfach nur fragwürdig?

Katar in der Kritik. Die Weltmeisterschaft in Katar ist wahrscheinlich das umstrittenste Event in der Fußballgeschichte.

 

Die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar bringt viele Fragen mit sich. Lohnt sich der Bau der Stadien? Ist es ein zu hoher Kostenaufwand? Ist das Sportereignis relevant für Katar?Viele Menschen aus der ganzen Welt wollen dieses Sportereignis nicht unterstützen, da es ein sehr undurchdachtes und kostenaufwendiges Ereignis wird.

 

Woran liegt das eigentlich?

Katar ist ein sehr kleines Land mit wenig Bevölkerung. Es leben 2,7 Millionen Menschen in Katar, davon sind 2,2 Millionen Gastarbeiter, die nicht einmal eine Staatsbürgerschaft haben. Die meisten kommen hauptsächlich aus Südostasien, aus Ländern wie den Philippinen, oder Ostafrika. Viele Menschen ziehen nach Katar, um zu arbeiten und um Geld für ihre Familien zu verdienen. Diese Gastarbeiter arbeiten bei Höchsttemperaturen von 30 bis 40 Grad unter freiem Himmel, meist ohne jeglichen Schutz, was zu Todesfällen führen kann. Die FIFA und das katarische WM-Komitee halten daran fest, dass lediglich drei Menschen in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit auf Stadion-Baustellen ums Leben gekommen seien. Zudem räumen sie ein, dass 37 weitere WM-Arbeiter gestorben seien – aber ohne direkten Zusammenhang mit ihrer Arbeit. Die Dunkelziffer liegt aber wahrscheinlich bei deutlich mehr Menschen. Um eine Fußballweltmeisterschaft austragen zu können, muss das Land gute Stadien vorweisen können, die modern sind und große Menschenmengen aufnehmen können.

 

Katar ohne Fußballtradition

In Katar gibt es keine Fußballtradition wie in Ländern wie Brasilien, Deutschland oder Frankreich. In Katar gibt es eine erste Liga, diese ist aber nicht sehr gut besucht, und es gibt kaum Fans, die für Stimmung sorgen. Aus diesem Grund baute Katar sechs von acht benötigten WM-Stadien komplett neu. Bei diesem Bau der neuen Stadien kamen viele Gastarbeiter aus anderen Ländern ums Leben. Die Stadien, die neu errichtet wurden, sind hochklimatisiert, was auch der Umwelt sehr zuschanden macht.

 

Die Kosten für Katar

Der Bau der Stadien soll laut Regierung 6,5 Milliarden Dollar gekostet haben. Kosten ist auch ein Thema, was die ganze Welt erschütterte. 2014 fand die Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Um die Spiele austragen zu können, musste das Land 15 Milliarden US Dollar investieren, welches der Höchstwert aller Ausgaben für eine WM war. Katar aber sprengt regelrecht alles, die katarische Regierung bezahlte 220 Milliarden US-Dollar für die Planung, den Bau der Stadien und die Umsetzung des spielerischen Turniers. Diese Summe ist das 15,6 fache der WM in Brasilien. Katar hat sich eindeutig mit den Kosten übernommen, da der Ertrag weit unter den Ausgaben–Budget liegt. Dazu kommt auch noch, dass Experten davon ausgehen, dass die Einschaltquoten um 30% sinken, weil viele Menschen nicht dafür bereit sind, dieses Event zu unterstützen. Durch diese geringen Einschaltquoten machen auch viele größere Unternehmen, die Werbung für die WM machen, Verlust, weil sie viel Geld investieren, um für ihre Firma oder ihr Unternehmen Werbung zu produzieren.

 

Katar und Menschenrechte

Ein weiteres großes Thema bei dieser WM ist auch das Thema Menschenrechte. In Katar haben die Menschen weitaus weniger Rechte als wir in Deutschland, wie zum Beispiel im Falle von Homosexualität. Die Menschen in Katar werden sogar festgenommen, wenn sie schwul oder lesbisch sind. Heutzutage ist Homosexualität ein großes Thema, jeder sollte den lieben, den er will. Die Mannschaftskapitäne vieler Länder wollten deshalb ein Statement setzten und bei den Spielen ein Binde tragen wo „ONE LOVE“ drauf abgebildet war. Diese Binde wurde aber vom FIFA–Komitee verboten und es drohte den Spielern mit solchen Binden eine gelbe Karte oder der Mannschaft des Spielers Punktabzüge.

 

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist dieses Sportevent sehr fragwürdig, weil es viele Fragen gibt, die nicht eindeutig geklärt werden können. Ich finde es aber auch schlecht von der FIFA, dass sie nur auf das Geld angewiesen sind und dadurch das spielerische Ereignis in den Hintergrund legen. Ich werde die Weltmeisterschaft zwar gucken, habe aber im Hinterkopf immerhin ein schlechtes Gewissen. Es wird schwer sein, diese WM zu genießen da sie einen bitteren Nachgeschmack mit sich zieht.

Bild: flickr.com, rechtefrei: https://www.flickr.com/photos/foto_db/52334999160

Bennet, WPK Medienpraxis

8 Kommentare
  1. Liena
    Liena sagte:

    Hallo Bennet,
    ich habe deinen Artikel aufmerksam gelesen und er ist sehr gut geschrieben. Du hast viele wichtige Aspekte gut zusammengefasst und schön formuliert. Deine Meinung im Fazit sehe ich genau so. Ich finde auch gut, dass du das mit den Einschaltquoten und den Verlust, den die Sponsoren machen, erwähnt hast.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Liena

    Antworten
  2. Lennart Bax
    Lennart Bax sagte:

    Hallo Bennet,
    Katar hat sehr eingespart finde ich.
    Also das Stadion in Brasilien kostete 15 Milliarden $ Und die Stadien in Katar kosten einfach mal 6,5 Milliarden $
    Der Bericht war sehr interessant.
    LG Lennart Bax

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  3. Felix
    Felix sagte:

    Was geht mas geht Bananagang,
    ich fand das dein Artikel sehr gut ist, auch wenn ich alle Informationen schon kenne.
    Das mit dem ,,Mein Fazit“ hätte ich weggelassen aber S** drauf.
    Felix ( der Macher )

    Antworten
        • Frederik
          Frederik sagte:

          Moin Bennet,
          der Artikel, den ich so eben gelesen habe, war supidupi🫢😃(7/10) du hast doch mit dem Thema befasst würde ich sagen. Hast du gut gemacht und ich bin jetzt informierter als vorher.
          LG Henrik und Frederik:)

          Antworten
    • …
      sagte:

      Ich finde es nicht gut wenn Schimpfwörter benutzt werden oder doofe Sprüche wie, was geht was geht Bananagang, oder Felix der Macher. Sowas ist meiner Meinung nach nicht nötig in einem Kommentar, und überflüssig , das macht dich auch nicht cooler. Lg ….

      Antworten

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