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Kuba – ein Länderporträt           

Die Republik Kuba ist ein Inselstaat im östlichen Atlantischen Ozean, der  genauer gesagt in der Karibik liegt.

Entdeckung Kubas durch Kolumbus 1492

Entdeckung

Die Insel wurde nach ihrer Entdeckung durch Kolumbus zunächst als Juana bezeichnet. (vermutlich nach dem Prinzen Don Juan), später im Jahr 1515 wurde sie von Fernando.II von Spanien in Fernandina umbenannt da erst eine Insel nach ihm benannt war (heute: Long Island USA). Der Name „Cuba“ stammt wahrscheinlich von den Karibo und bedeutet so viel wie „großer Platz“.

Satellitenbild der NASA von Kuba.

Das politische System Kubas

Kuba folgt einer realsozialistischen Staatsideologie und wird als autoritärer Einparteienstaat regiert. Die innenpolitische Lage in Kuba ist ähnlich wie in der VR China. Regiert wird von der einzigen zugelassenen Partei, der sozialistischen Partei Kubas (spanisch: Partido  Communista de Cuba),  die sich auf die Lehren von Karl Marx Friedrich Engels Vladimir Illjitsch Lenin und die Ideen des kubanischen Nationalhelden José Martí beruft. Sie wurde 1925 gegründet und herrscht seit 1965 als Einheitspartei. Das Mindestbeitrittsalter beträgt 30 Jahre und die Partei hat über 670.000 Mitglieder. Aktueller Staatspräsident ist Miguel Diaz Canel Bermudez.

Gliederung Kubas

Hauptstadt des Landes ist die Metropole Havanna (spanisch Habana oder La Habana), die  außerdem die größte Stadt Kubas  und zweitgrößte Metropole der Karibik ist. Sie ist zudem das Kultur und Kunst -Zentrum Kubas. Der Inselstaat ist in 15 Provinzen und den Sonderverwaltungszweig Isla de Juventud aufgeteilt. Diese heißen:

  1.  Isla de la Juventud
  2. Pinar del Rio
  3. Artemisa
  4. La Habana
  5. Mayabeque
  6. Matanzas
  7. Cienfuegos
  8. Villa Clara
  9. .Sancti Spiritus
  10. Ciego de Avila
  11. Camaguey
  12. Las Tunas
  13. Gramma
  14. Holguin
  15. Santiago de Cuba
  16. Guantanamo (Ja, wie das Gefängnis an ebenjener Küste)

Die sind dann nochmal mit Ausnahme des Municipio especiale Isla de la Juventud in insgesamt 168 Municipios (spanisch für frei übersetzt ungefähr: Landkreis) unterteilt.

Die größten Städte

Die größte Stadt in Kuba ist die Hauptstadt Havanna.  Weitere große Städte sind: Santiago de Cuba, Camaguey ,Holguin, Guantanamo, Santa Clara, Las Tunas,Bayamo Cienfuegos und zu guter letzt  Pinar del Rio.

Das Guantanamo-Lager

Die USA haben mit dem kubanischen Staat seit 1903 einen Pachtvertrag laufen, der ihnen das Recht gibt, an der Ostküste Kubas den Militärstützpunkt Guantanmo Naval Base mit dem gleichnamigen Gefangenenlager zu betreiben. Dieses wurde immer wieder wegen der unmenschlichen Lage der Gefangenen kritisiert, die US-Regierung wies dies immer wieder zurück. Allein Präsident Obama kündigte an, Guantanamo schließen zu wollen, bis heute besteht das Lager allerdings immer noch. Aktuell bezeichnet die Kommunistische Regierung Kubas ihn als ungültig.

Kuba und Corona 

Insgesamt wurden 790 Fälle in Kuba (Hauptinsel und Isla de la Juventud) gemelde. Die Regierung zeigte sich bisher in der Krise sehr solidarisch und schickte bspw. Ärzte nach Italien welches stark von Corona betroffen war. Allerdings litt das Land in der Folge der häufigen weltweiten Lockdowns und Flugbeschränkungen unter hohen Finanzeinbrüchen, da der Tourismus im Land wegen Corona stillgelegt war und dieser die Haupteinahmequelle des kleinen Landes ist. Kuba forscht selbstständig nach einem Impfstoff.

 

Kubas Wandel zum Kommunismus/Sozialismus

Anfang 1959 stürzten die kubanischen Revolutionäre unter der Führung von Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und des Argentiniers Ernesto Guevara, genannt Che, den kubanischen Diktator Fulgencio Batista und errichteten ab 1961 (Deklaration von Havanna) einen sozialistischen Staat. Die damit verbundenen Enteignungen von US-Firmen und US-Bürgern führten zu einem dauerhaften Embargo der USA und weiterer westlicher Staaten gegen Kuba. Kuba suchte und fand Unterstützung bei den sozialistischen Staaten Osteuropas, insbesondere der damaligen Sowjetunion.

Ernesto „Che“ Guevara (* 1928-1967) war von 1956 bis 1959 ein zentraler Guerilla-Führer (Comandante) der Rebellenarmee der Kubanischen Revolution.

Kubas Verhältnis zu den USA

Die Beziehungen zwischen Kuba und den USA sind von starken Spannungen geprägt. Dies manifestiert sich beispielsweise in einer misslungenen amerikanischen Invasion 1961 und dem Wirtschaftsembargo, das 1962 von den USA gegen Kuba während des Kalten Krieges verhängt wurde und bis heute andauert.

Die Flaggen Kubas und der USA an einem Haus in der Altstadt von Havanna (spanisch: La Habana Vieja)

 

  • Vor 60 Jahren ging es bei dem Embargo “nur” um Zucker. Der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower drosselte die Einfuhr von Kubas wichtigstem Exportgut und riet US-Bürgern von Reisen nach Kuba ab.
  • Am 3. Januar 1961 brachen die USA die diplomatischen Beziehungen zum sozialistischen Kuba ganz ab. Die USA waren überzeugt, mit dem Embargo den sozialistischen Revolutionär Fidel Castro und seine Regierung innerhalb kürzester Zeit in die Knie zwingen zu können.
  • Doch die Prognose erwies sich als falsch. Eisenhowers Nachfolger John F. Kennedy schlitterte kurz nach seinem Amtsantritt in das Schweinebucht-Desaster: Am 17. April 1961 versuchte eine Söldnertruppe von Exilkubanern mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA, Castro zu stürzen. Kubas Revolutionsarmee schlug die dilettantisch vorbereitete Invasion der Amerikaner zurück.

    Kubakrise: Ein US-Aufklärungsflugzeug fliegt über das US-Kriegsschiff Barry (vorne) und den sowjetischen Frachter Anosow

     

  • Ein Jahr später, am 24. März 1962, setzte Kennedy ein komplettes Wirtschaftsembargo gegen Kuba durch. Der Konflikt mit der Sowjetunion spitzte sich derweil zu, die Welt stand wegen der Kubakrise am Rande eines atomaren Dritten Weltkriegs. Auf die Staionierung sowjetischer Raketen reagierte der Der US-Präsident mit einer Seeblockade des Inselstaates. Daraufhin ließ der sowjetische Präsident Nikita Chruschtschow die Raketen nach Verhandlungen wieder abziehen – unter der Bedingung, dass die USA nicht in Kuba einmarschieren.

Phasen der Annäherung – die Exilkubaner

In den nächsten 15 Jahren wurde es  um das Embargo ruhig, bis 1977 Jimmy Carter US-Präsident wurde, der die Reisebestimmungen lockerte und eine „Interessenvertretung“ in Kuba eröffnete. Auch Havanna wählte diesen Begriff und eröffnete ihre diplomatische Außenvertretung in Washington D.C. Noch während Carters Amtszeit besetzten jedoch tausende Kubaner die peruanische Botschaft in Havanna, Kuba. Fidel Castro genehmigte ihre Ausreise und von April bis Oktober 1980 flohen über 125.000 Kubaner nach Miami, Florida. Dies wird häufig als Mariel Krise bezeichnet, da die kubanischen Flüchtlinge vom Hafen Mariel, nahe der kubanischen Hauptstadt losfuhren.

Kuba eines der letzten sozialistischen Länder der Welt

  • 10 Jahre danach hatten sich die Bedingungen grundlegend verändert: Der Kalte Krieg war vorbei und die UdSSR (Sowjetunion) war wie der restliche Ostblock zusammengebrochen.
    Kuba litt unter einer schweren Wirtschaftskrise, die „Sonderperiode“ genannt wird. Diese war geprägt von Lebensmittelknappheiten, Stromausfällen und Fabrikschließungen.
  • Während der Präsidentschaft von Barack Obama entspannten sich die Beziehungen wieder und das Embargo wurde gelockert, so durften nun zum Beispiel amerikanische Anbieter allen Kubanern mit Ausnahme von hochrangigen Parteifunktionären Telefonnetzwerke anbieten.
  • Während Donald Trumps Amtszeit wurden die Uhren jedoch zurückgedreht und bspw. die Remesas Geldüberweisungen von Exilkubanern an ihre Familien in der Heimat wurden deutlich erschwert.
  • Als Reaktion auf erstmals seit Jahrzenten in Kuba stattfindende Massenproteste mit anschließenden Verhaftungen und Schauprozessen verhängte der seit Januar 2021 amtierende US-Präsident Joe Biden Sanktionen gegen Vertreter der kubanischen Regierung. Betroffen waren nach Angaben des Weißen Hauses der amtierende Verteidigungsminister und die Abteilung des Inneministeriums.

Claus

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