, ,

Mädchenmörder durch Massengentest überführt

Ende der 90er Jahre wird ein damals 30-jähriger Mann aus Niedersachsen mit einem DNA-Massentest als erster Seriensexualstraftäter und Mehrfachmörder bundesweit überführt. Dieser Gentest war der bis dahin weltgrößte Massengentest.

1996 tötete der Mann ein Mädchen. Nach dieser Tat wurde DNA Material beiim Opfer sichergestellt werden, so dass ein Täterprofil erstellt werden konnte. Um den möglichen Täter zu ermitteln, wurde ein Gentest für ca. 18.000 Männer im Alter von 18-30 Jahren angeordnet. Nachdem bei dem freiwilligen 1. Test keine Übereinstimmung gefunden wurde, musste der Test ein 2. Mal durchgeführt werden. Diesmal wurden alle jungen Männer zu dem Test geordert.

Etwa vier Wochen nach der Tat konnte der Täter aufgrund dieses DNA Testes ermittelt werden, da sich der Mörder des Fahndungsdrucks nicht mehr dem Test entziehen konnte. Im folgenden Gerichtsverfahren wurde der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. Er gestand im Laufe der Verhandlungen zwei Morde, und mehrere Vergewaltungen.

Durch mehrere Zeitzeugen des Massen-Gentest konnte man erfahren, wie es war, zu so einem Test aufgefordert zu werden. Da der erste Test freiwillig war, waren alle Männer gerne bereit, daran teilzunehmen. Sie wollten alle helfen, den Mörder zu finden. Da dieser Speicheltest aber ohne Erfolg blieb, wurde ein 2. Test angeordnet. Jeder der Befragten hatte ein mulmiges Gefühl, dass der Täter immer noch auf freiem Fuß war.

Auch wenn man wusste, dass man nicht involviert war, waren sie doch verunsichert, da sie zu diesem 2. Test schriftlich aufgefordert wurden. Die Angst, durch ein fehlerhaftes Ergebnis für kurze Zeit im Fadenkreuz der Ermittlungen zu stehen, machte einem schon sehr zu schaffen. Jedoch hatte man auch ein gewisses Vertrauen gegenüber dem DNA Test, da dieser Test als sehr zuverlässig galt.

Doch was bedeutet DNA Test eigentlich?
DNA bedeutet Desoxyribonukleinsäure. Die DNA ist die Erbinformation des Körpers. Mithilfe eines Wattestäbchens wird eine Probe von der Innenseite der Wangenschleimhaut entnommen. Aus den Zellen wird dann das Erbgut isoliert und mit sehr genauen Verfahren die Abfolge der chemischen Buchstaben gelesen, aus denen alle Gene aufgebaut sind.

Zur Ermittlung eines Täters kann ein freiwilliger oder richterlich angeordneter Gen-Test stattfinden. Findest die Polizei an einem Tatort Blut, Sperma, Speichel, Hautpartikel oder Haare, so kann sie daraus die DNA der Person bestimmen, die die Spur hinterlassen hat. Diese Analyse kann die Ermittlung voranbringen.

Jedoch ist immer zu beachten, dass sich Merkmale wie zum Beispiel die Haarfarbe ändern können. Denn Haarfarben können im Laufe des Lebens nachdunkeln oder der Spurenleger kann graue Haare bekommen, sowie die Haarfarbe ändern. Auch die Vorhersagegenauigkeit des Alters ist nicht aufs Jahr genau Bestimmbar, die Ergebnisse können drei bis vier Jahre daneben liegen, im Einzelfall sind sogar Abweichungen von bis zu 10 Jahren möglich. Somit ist es möglich, dass die aus DNA-Analysen ermittelten äußeren Merkmale die Polizei sogar fehlleiten.

Doch in dem oben genannten Fall konnte man anhand dieses Testes den Täter zu einer langjährigen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilen, auch ein Verdienst der DNA-Technologie.

Quellen:

https://www.stern.de
https://www.gesundheitsinformation.de
www.wikipedia.de
https://www.quarks.de

Bild: rechtefrei: https://de.freepik.com/fotos-vektoren-kostenlos/dna-strang

Marle. WPK Medienpraxis,

2 Kommentare
  1. Johanna Jensen
    Johanna Jensen sagte:

    Hallo Merle,
    ich finde deinen Bericht sehr interessant. Mir ist aber aufgefallen dass wenn man versucht die Link´s anzuklicken nur einer funktioniert.
    Viele Grüße
    Johanna Jensen

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert