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Wie kommt der Honig ins Glas?

Da ich selber Hobby-mäßig Imker bin,und fünf Völker mit meinem Vater habe, möchte ich euch mal erklären, wie der Honig ins Glas kommt.

Unsere Völker stehen bei uns Zuhause und auch bei Bekannten. Im ersten  Schritt müssen natürlich erst einmal die Nektar-Quellen, wie z.B. Wild- und Gartenblumen, Raps, Obst-Bäume oder auch z.B. die Linde blühen.Bei uns kommt gemischter Honig ins Glas mit Raps;Linde und Blüten  Daher heißen manche Honige auch Wildblütenhonig oder Rapshonig,  da die Bienenvölker dort ihren Bienenstock haben.

Vom Nektar zum Honig – so wird er gemacht

Im Bienenvolk gibt es spezialisierte Aufgaben. So ist die Erkundungsbiene für das Finden der reichhaltigen Nektar-Quellen zuständig.  Per Bienentanz „erzählt“ sie ihren Artgenossen davon.

Sammelbienen sammeln dann am Fundort den Nektar ein, indem sie mit ihren Saugrüsseln den Nektar aufnehmen, in einem extra Honigmagen einlagern und damit zum Bienenstock zurückfliegen.

Dort übergibt sie den Inhalt des Honigmagens über ihren Saugrüssel an die Stockbiene. Jetzt beginnt die Arbeit, denn der süße Nektar ist erst mal nichts Anderes als eine zuckerhaltige, wässrige Lösung.

Im Bienenstock wird der Pflanzensaft mehrfach eingesaugt und wieder abgegeben und in den einzelnen Waben gelagert. Bei jedem Vorgang wird der Saft mit Enzymen, Proteinen, Säuren und anderen bieneneigenen Substanzen angereichert. Zudem verringert sich auf diese Weise der Wassergehalt schon mal beträchtlich.

Die Einlagerung

Die Bienen wissen instinktiv, wann der Wassergehalt bei rund 30 bis 40 Prozent liegt. Zeit für das Einlagern! Der verdickte Saft wird in eine leere Wabenzelle gefüllt, allerdings nicht bis zum Rand. Immerhin muss der Wassergehalt noch weiter reduziert werden, ergo muss eine Verdunstungsfläche geschaffen werden. Zur Beschleunigung fächeln die Bienen mit ihren Flügeln und erzeugen so einen Luftstrom zur schnelleren Verdunstung des Wassers. Erstaunlicherweise reduzieren Bienen ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel den Wassergehalt von anfangs rund 75 Prozent auf am Ende unter 20 Prozent. Und das innerhalb kürzester Zeit!

Verdeckeln

Zu einer ordentlichen Lagerhaltung gehört natürlich auch das Verschließen. Hat der Inhalt der Wabenzelle die richtige Konsistenz – also einen Wassergehalt unter 20 Prozent, kommt ein Wachsdeckel auf die Zelle, im Fachjargon als “Verdeckeln” bezeichnet. Der Imker kann anhand der Verdeckelung erkennen, ob der Honig reif ist.

Hier sieht man an den Waben die Wachsschicht.

Verarbeitung

Der Imker entnimmt dem Bienenstock die Waben, in denen der Honig eingelagert. Es gibt zweimal im Jahr eine Honigernte, eine Früh- und eine Spättracht. Bei der Ernte werden die Waben entdeckelt, also der Wachs entfernt. Danach kommen die Waben in eine Schleuder. In diesem Prozess wird der Honig aus den Waben heraus geschleudert. Der flüssige Honig fließt auf ein Sieb, das über einem Eimer angebracht wird. In diesem Prozess werden noch einmal die letzten Wachspartikel herausgefiltert. Danach bleibt der Honig ein paar Tage im Eimer, damit sich noch Wachsstücke auf der Oberfläche auf der Oberfläche ablagern, die dann abgeschöpft werden können. In diesen Tagen wird er morgens und abends gerührt, bis er schon cremig ist. Dann geht`s für den Honig in die Gläser – fertig ist der Honig, mmmh, lecker! Das Honigschleudern ist sehr anstrengend  und seher zeitaufwendig

Hier muss der Wachs noch abgeschöpft werden.

Rühren, rühren und noch einmal rühren

 

 

Mmh, schön cremig

Honig beim Abfühlen

 

 

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